Die 6 besten Motorrad Jethelme in 2020

Jethelm Test

Motorrad Jethelme versprühen den Charme vergangener Motorrad-Zeiten. Mittlerweile haben Jethelme den Sprung in die Neuzeit gemacht. Die Auswahl an hochwertigen Helmen ist riesig. Riderstyle präsentiert dir hier 6 stylische Motorrad Jethelme für die Saison 2020.

Obwohl ich persönlich einen Integralhelm fahre (siehe meine Ausrüstung), bin ich ein großer Fan von der Optik von retro Jethelmen. Auch wenn die Sicherheitsausstattung mangels Gesichts/Kinnschutz weniger gut ist als bei Integralhelmen, versprühen Jethelme noch immer den Charme und Style alter Easy Rider Tage.

Ob Motorrad, Mofa oder Roller. Jethelme machen auf einem Scrambler genau so eine gute Figur, wie auf einer Vespa oder einer Simson S51 Enduro. 

Wenn ihr also auch so cool aussehen wollt, wie der Typ oben neben seiner Yamaha XT 500, dann stelle ich euch meine Jethelm Favoriten vor.

Motorrad Jethelm Hersteller

So gut wie jeder bekannte Hersteller hat mindestens einen Jethelm im Sortiment. Um nur einige Marken zu nennen: Shoei, Arai, Bell, Hedon, AGV, Roeg und DMD.

Motorrad Jethelm

Welche Vorteile haben Jethelme?

Für das Tragen von Jethelmen gibt es viele Argumente. Maximale Sicherheit gehört nicht dazu. Fans von Jethelmen preisen dafür das pures Motorraderlebnis.

In einem Jethelm hat man freie Sicht auf die Umgeben, kein Kinnbügel schränkt die Rundumsicht an. Schulterblicke sind kein Problem.  Bei so manch einem Integralhelm leidet die Rundumsicht ungemein.

Durch die gute Rundumsicht kann man nicht nur mehr vom Straßenverkehr mitkriegen, sondern auch mehr von der Landschaft.

Motorrad Jethelm

Jethelme sind mehrere hundert Gramm leichter als Integralhelme. Dadurch nimmt empfindet man ihn als weniger störend. Außerdem kann man an heißen Tagen den kühlen Fahrtwind besser genießen.

Ein letztes Argument ist die Optik. Manch einer steht einfach auf den puristischen, dezenten Look von Jethelmen.

Welche Nachteile haben Jethelme?

Wer sich für einen Jethelm interessiert, weiß sicherlich um die Nachteile. Trotzdem will ich sie hier noch kurz erwähnen.

Beim Thema Sicherheit muss man bei Jethelmen große Abstriche machen. Gesicht, Kinn und Nase sind beim Jethelm ungeschützt. Wer wert auf größtmögliche Sicherheit legt, greift lieber zum Integralhelm.

Die Jethelme, die ich hier vorstelle, sind bis auf den Gesichtsschutz aber absolut empfehlenswert. Besonders Firmen wie Arai und Shoei sind dafür bekannt, maximale Sicherheit zu bieten. Mit den Nussschalen-Braincaps, die man bei Louis und Co findet, haben die hier genannten Jethelme nix zu tun.

Motorrad Jethelm

Wenn du nicht nur bei schönem Wetter fährst, kriegst du in einem Jethelm eine Menge kalten Wind ab. Das trifft aber nicht auf jeden Jethelm zu. Bei einigen kann man für solche Tage ein Visier nachrüsten. Dieses würde dann auch gegen Regen schützen. Bei Regenfahrten schützt ein Jethelm ansonsten natürlich nicht gegen die Nässe und die prasselnden Tropfen auf deinem Gesicht.

Durch die offene Bauweise ist ein Jethelm lauter als ein Integralhelm. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist das aber noch vertretbar.

Aber auch bei schönem Wetter hat das ungeschützte Gesicht seine Nachteile. Allerlei vom Vordermann aufgewirbelte Steinchen oder umherfliegende Insekten könnten dich treffen. Daher ist es bei Jethelmen ratsam, eine Schutzbrille zu tragen. Um auch den Rest vom Gesicht zu schützen, kannst du dir zusätzlich ein Tuch umbinden oder ein Buff tragen.

Motorrad Jethelm Test

Bei meinen Empfehlungen waren mit Style und Sicherheitsfunktionen wichtig. Die Helme habe ich nicht persönlich getestet, sondern mich in Foren, Online Shops und Erfahrungsberichten informiert. Persönlich fahre ich weiterhin mit meinem Shoei GT-Air durch die Gegend.

Die meisten Helme, die ihr hier sehen werdet, gibt es in zahlreichen Farben. Um die zu sehen, guckt euch einfach in den Shops oder auf den Herstellerseiten um.

Alle Helme im folgenden Vergleich erfüllen die ECE Norm (Link zu Wikipedia).

Jetzt zu meinen persönlichen Jethelm Top 6.

Shoei J.O.

Shoei macht bei seinen Helmen vieles richtig. So auch beim Shoei J.O.

Der J.O. hat die typisch hochwertige Verarbeitung, hohe Sicherheitsfunktionen und den typisch hohen Preis von Shoei Helmen.

Mein Highlight beim J.O. ist das integrierte Visier. Bei Bedarf kann man es ausklappen und anschließend wieder unsichtbar im Helm verschwinden lassen. Dadurch spart man sich die Nachrüstung eines Visiers und muss nicht immer mit Brille oder Goggles fahren. Besonders nett ist die Auswahl zwischen 6 Visierarten. Es gibt das Visier in selbst tönend, klar, verspiegelt, dunkel, bunt und gelb.

Leute mit großen Nasen (so wie ich) profitieren von den 3 Visier-Positionen. Auf der untersten Stellung könnten große Nase sonst in Kontakt mit dem Visier kommen.

Das Visier blockt den Wind bei niedrigen Geschwindigkeiten effektiv. Wenn du vor hast, höhere Geschwindigkeiten zu fahren, trag lieber eine Brille. Die Belüftung ist Jethelm-typisch sehr gut. An kalten Tagen etwas zu gut. Buff nicht vergessen.

Verschlossen wird der J.O. mit einem Doppel-D-Verschluss. Shoei bietet den Helm in 3 verschiedenen Helmschalengrößen und 5 Größen an. Durch die verschieden großen Helmschalen, hat man auch bei kleineren Größen keinen Melonenschädel.

Passform hängt wie immer von der jeweiligen Kopfform ab. Grundsätzlich sind Shoei Helme aber gut gepolstert und sehr gemütlich.

Positiv

  • Sehr gute Sicherheitsausstattung (für einen Jethelm)
  • Super Verarbeitung (Visier klappert nicht)
  • Tolles Design
  • Leicht (1.000 g)
  • Gute Belüftung (ist ja auch ein Jethelm)
  • Integriertes Visier (erhältlich in Dunkel, Klar, High-Definition Gelb)
  • Futter herausnehmbar und waschbar
  • 3 Helmschalengrößen (XS-M, L, XL-XXL)
  • In zahlreichen Farben und Dekoren erhältlich

Negativ

  • Teuer
  • Keine Aussparung für Headset-Lautsprecher (passt aber trotzdem mit etwas Gefummel)
  • Visier blockt den Wind nur bei niedrigen Geschwindigkeiten

AGV X70

Ein absoluter Jethelm Klassiker. Der AGV X70 ahmt den Style der 50er bis 70er Jahre nach, setzt dabei aber auf moderne Sicherheitsstandards (ECE 22/05).

Innen schmiegt man sich an Stoff und „Öko“ Leder (was auch immer das heißen mag). 3 Helmschalengrößen stellen sicher, dass man immer das kleinstmögliche Profil trägt.

Das Futter ist komplett herausnehmbar und waschbar. Verschlossen wird der Helm mit dem scheinbar bei Jethelmen sehr angesagten Doppel-D-Verschluss.

Mit nur 870 g (bei Größe S) ist der AGV X70 irre leicht. Ein Visier kann man sich noch nachträglich an den Helm klipsen.

Die Farbauswahl ist super. Wer schon immer Comic Augen auf seinen Helm gedruckt haben wollte, wird nun fündig.

Positiv

  • Gute Sicherheitsausstattung (für einen Jethelm)
  • Gute Verarbeitung
  • Innenfutter aus Leder und Stoff
  • Relativ günstig
  • Tolles Design
  • Extrem leicht (870 g)
  • Gute Belüftung (ist ja auch ein Jethelm)
  • Visiere und Sonnenblenden nachrüstbar
  • Futter herausnehmbar und waschbar
  • 3 Helmschalengrößen (XS-M, L, XL-XXL)
  • In zahlreichen Farben und Dekoren erhältlich

Negativ

  • Kein integriertes Visier

Bell Custom 500

Bei 3 Helmschalengrößen (Shoei) lächelst du nur müde. Auch bei 4 Helmschalengrößen (Roeg) winkst du ab. Du willst 5 Helmschalengrößen!

Das bietet dir der Bell Custom 500. Bei 5 Helmschalengrößen ist für jeden was dabei (XS-S & M & L & XL & XXL).

Langsam scheine ich mich zu wiederholen, aber die Ausstattungen dieser Helme ist nunmal recht ähnlich. Der Bell Custom 500 hat einen Doppel-D-Verschluss und ein herausnehmbares, waschbares Futter.

Die Farbauswahl ist riesig. Bei dem verlinkten Modell ist sogar ein Visier und ein Schirm inklusive. Ansonsten findet man eine große Auswahl an Visieren und Sonnenschirmen im Zubehör.

Der Bell gehört zu den günstigsten Helmen in diesem Vergleich. Leider gehört er auch zu den schwersten. Mit 1.200 g hat man schon etwas mehr auf dem Kopf, als bei der Konkurrenz. Der Style Faktor ist aber gleich hoch und der Preis deutlich niedriger. Und 1.200 g sind immer noch deutlich leichter als die meisten Integralhelme.

 

Positiv

  • Gute Sicherheitsausstattung (für einen Jethelm)
  • Gute Verarbeitung
  • Angenehmes Futter
  • Sehr günstig
  • Tolles Design
  • Gute Belüftung (ist ja auch ein Jethelm)
  • Ansteckbares Visier und Schirm inklusive
  • Aussparung für Headset Kopfhörer
  • Futter herausnehmbar und waschbar
  • 5 Helmschalengrößen (XS-S, M, L, XL, XXL)
  • In zahlreichen Farben und Dekoren erhältlich

Negativ

  • Ziemlich schwer für einen Jethelm (1.200 g)

Arai URBAN-V

Arai Urban-V

In den Preisregionen eines Shoei J.O. befindet sich meistens auch etwas von Arai. Der Arai Urban-V ist ein hervorragender Jethelm. Das lässt sich Arai wie immer gut bezahlen.

Der Urban-V ist schön Rund und soll so zusätzliche Sicherheit bei Aufschlägen geben. Zumindest laut Arai. Die ECE 22/05 Norm erfüllt der Helm selbstverständlich.

Ein Jethelm ist von Haus aus der luftig. Damit aber nicht nur das Gesicht ordentlich Fahrtwind abbekommt, sondern auch der Rest vom Kopf, hat Arai Lüftungskanäle verbaut.

Verschlossen wird der Urban-V mit einem Doppel-D-Verschluss. Im Helm ist Platz für Lautsprecher von Headsets.

Leider ist nicht das ganze Innenfutter herausnehmbar, sondern nur die Wangenpolster und die Ohrpolster. Schade, bei dem Preis. 

Arai gibt an, pro 2 Größen eine eigene Helmschalengröße zu verwenden. Bei welchen Größen das genau der Fall ist, konnte ich leider nicht raus finden.

In Sachen Verarbeitungsqualität und Sicherheit ist der Arai wie immer großartig. Das spiegelt sich leider im sehr hohen Preis wieder. Und besonders leicht ist der Urban-V auch nicht.

 

Positiv

  • Sehr gute Sicherheitsausstattung (für einen Jethelm)
  • Super Verarbeitung
  • Angenehmes Futter
  • Sehr günstig
  • Tolles Design
  • Gute Belüftung durch Luftkanal
  • Visier und Schirm nachrüstbar
  • Aussparung für Headset Kopfhörer
  • Futter teilweise herausnehmbar und waschbar
  • Verschiedene Helmschalengrößen
  • In zahlreichen Farben und Dekoren erhältlich

Negativ

  • Sehr teuer
  • Nicht das ganze Futter herausnehmbar (nur Ohrpolster und Wangenpolster)
  • Relativ schwer (1.100 bis 1.200 g, je nach Größe)

ROEG Jett

Roeg Jett Jethelm

Roeg aus den Niederlanden ist noch nicht lange im Geschäft, hat aber schon einige interessante Motorradhelme am Start. Zum Beispiel den Roeg Jett.

Etwa halb so teuer wie der Shoei J.O., überzeugt mich die Optik vom Jett voll und ganz. Bei den Helmschalen bietet Roeg sogar eine Größe mehr als Shoei. Insgesamt gibt es 4 Helmschalengrößen und 6 Größen (XS-S, M, L, XL-2XL). So hat man bei jeder Kopfgröße ein angenehm niedriges Profil. Ziel von Roeg war es hier, den Helm so klein wie möglich zu kriegen. Die ECE 22/05 Norm zeigt, dass dies nicht auf Kosten der Sicherheit ging.

 
 
 
 
 
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Verschlossen wird der Jett mit einem Doppel-D-Verschluss, Im Zubehör finden sich Visiere und Sonnenschirme in diversen Farben. Zusammen mit den 12 Helmfarben kann man sich also schmücken wie ein Paradiesvogel.

Für die Träger von Goggles gibt es eine Befestigung an der Rückseite des Helmes. Damit rutschen einem die Goggles nicht vom Kopf, wenn man sie mal nicht im Gesicht sitzen hat.

Ein integriertes Visier wie beim Shoei J.O. gibt es nicht. Dafür wiegt der Helm auch nur 900 g. Von solchen Werten kann ich bei meinem Integralhelm nur träumen.

Für Headsets gibt es Vertiefungen für die Lautsprecher. Die Wangenpolster sind herausnehmbar (und dementsprechend müssten sie auch waschbar sein).

Positiv

  • Gute Sicherheitsausstattung (für einen Jethelm)
  • Gute Verarbeitung
  • Günstig
  • Tolles Design
  • Sehr leicht (900 g)
  • Gute Belüftung (ist ja auch ein Jethelm)
  • Zahlreiche Visiere und Sonnenblenden nachrüstbar
  • Futter herausnehmbar und waschbar
  • 4 Helmschalengrößen (XS-S, M, L, XL-XXL)
  • In zahlreichen Farben und Dekoren erhältlich

Negativ

  • Kein integriertes Visier
  • Nicht das ganze Futter herausnehmbar (nur das Wangenpolster)

Hedon Hedonist

Hedon Hedonist Jethelm

Jethelm Empfehlung Nummer 6 und damit mein letzter Punkt in diesem Vergleich. Mittlerweile habe ich auch oft genug Doppel-D-Verschluss tippen müssen. Aber einmal geht noch.

Der Hedon Hedonist hat einen Doppel-D-Verschluss. Außerdem sieht er fantastisch aus, ist ein absoluter Klassiker und hat wahrscheinlich den größten retro Charme aller hier genannten Helme.

 
 
 
 
 
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Das Antibakterielle Futter wird von einem Lederstreifen umrahmt. ECE 22/05 erfüllt der Helm natürlich auch. Herausnehmbar ist das Futter aber leider nicht.

Wie bei den anderen Helmen auch, lassen sich Sonnenschutz und Visier nachrüsten. Wer Goggles trägt, freut sich über den Goggle Halter auf der Rückseite des Helmes.

Je nach Helmgröße bringt der Hedonist um die 850 g auf die Waage. Ein sehr guter Wert. Es gibt den Helm in 4 Größen (XS-S, M-L, XL, XXL) und 3 Helmschalengrößen. Dabei trägt der Hedon Hedonist angenehm wenig auf.

Positiv

  • Sehr gute Sicherheitsausstattung (für einen Jethelm)
  • Super Verarbeitung
  • Angenehmes Futter
  • Sehr leicht (um die 850 g)
  • Tolles Design
  • Gute Belüftung (Jethelm halt)
  • Visier und Schirm nachrüstbar
  • Aussparung für Headset Kopfhörer
  • 3 verschiedene Helmschalengrößen
  • In zahlreichen Farben und Dekoren erhältlich

Negativ

  • Sehr teuer
  • Innenfutter zwar antibakteriell, aber nicht herausnehmbar